Wer die Wirtschaftsnews der vergangenen Jahre auch nur beiläufig verfolgt hat, kam um ein Thema nicht herum: künstliche Intelligenz. Tech-Aktien schossen in die Höhe, und Investoren schienen sich nahezu wahllos auf alles zu stürzen, was mit KI zu tun hatte. Doch mittlerweile hat sich vielerorten eine gewisse KI-Müdigkeit, wenn nicht sogar Skepsis breitgemacht. Dieses Anlegersentiment spiegelt sich in einer Kehrtwende wider: Immer mehr Kapital fließt in eine völlig andere Richtung – in Stahl, Kupfer, Infrastruktur oder auch Energie. An der Wall Street hat dieser Trend längst einen Namen: der HALO-Trade. In dem heutigen Beitrag wollen wir dieser Entwicklung einmal auf den Grund gehen.
Was bedeutet HALO?
HALO steht für „Heavy Assets, Low Obsolescence“ – auf Deutsch: schwere Vermögenswerte mit geringer Veralterungsgefahr. Gemeint sind Unternehmen und Branchen, die auf physischen, materiellen Grundlagen beruhen: Energieinfrastruktur, Rohstoffe, Versorgungsnetze, Industrieanlagen. Kurz gesagt echte Werte, die man nicht nur anfassen kann, sondern die auch einen entscheidenden Vorteil bieten: Sie sind weitestgehend KI-resistent, können also nicht durch künstliche Intelligenz verdrängt werden.
Die Idee dahinter ist so einfach wie einleuchtend: Ein Stromnetz verliert nicht an Nutzen, wenn ein Technologiekonzern ein neues KI-Modell veröffentlicht, ebenso wenig kann eine Kupfermine durch künstliche Intelligenz ersetzt oder wegrationalisiert werden. Im Gegenteil: Manche dieser physischen Vermögenswerte gewinnen durch die Digitalisierung sogar an Bedeutung. So ist KI beispielsweise ein wichtiger Treiber bei der steigenden Energienachfrage. Denn deren Rechenzentren benötigen enorme Mengen an Strom – und machen damit vielerorts einen Ausbau der Stromnetze und Erzeugungskapazitäten notwendig. Was also auf den ersten Blick wie ein Gegentrend zur KI aussehen mag, ist in Wahrheit eng mit ihr verknüpft, da Digitalisierung ohne physische Infrastruktur nicht funktioniert.
Warum der HALO-Trade gerade jetzt an Bedeutung gewinnt
Neben dem steigenden Energiebedarf gibt es mehrere weitere Entwicklungen, die den Aufschwung von HALO-Investments stützen. So ist beispielsweise die Energiewende in großem Umfang auf Metalle angewiesen. Die Internationale Energieagentur schätzt, dass der Kupferbedarf allein im Bereich saubere Energien bis 2030 auf 32 Millionen Tonnen anwachsen könnte. Kupfer, Lithium, Seltene Erden: Diese Materialien sind die stillen Voraussetzungen der grünen Transformation.
Die Geopolitik und sich wandelnde Lieferkettenstrategien tun ein Übriges. Nach Jahren, in denen die Produktion von Unternehmen häufig möglichst günstig ins Ausland verlagert wurde, haben sich die Prioritäten gewandelt. Heute geht es um Themen wie Versorgungssicherheit und sichere Lieferketten, wodurch die Fertigung im Inland und die damit verbundenen materialintensiven Industrien in den Vordergrund rücken. Große Infrastrukturprogramme beispielsweise in Deutschland verstärken die Entwicklung zusätzlich, dürften sie doch die Nachfrage nach Stahl, Aluminium und Baumaterialien über viele Jahre hinaus antreiben.
Gut beraten zum HALO-Investment
Bei der ascent AG gehen wir davon aus, dass es sich beim HALO-Trade nicht um einen kurzfristigen Trend handelt. Aus unserer Sicht ist er Teil eines strukturellen Wandels, der sich über Jahre und Jahrzehnte hinweg ziehen dürfte. Das bedeutet aber nicht, dass jedes Investment in diesem Bereich automatisch passt. Wenn Sie also in materialintensive Unternehmen, Rohstoffe oder Infrastruktur investieren möchten, empfehlen wir Ihnen, eine Beratung durch einen unserer Geschäftspartner in Anspruch zu nehmen. Wie wäre es mit einem persönlichen Gespräch mit unserem ascent AG-Vertriebsdirektor Jürgen Hartmann? Nehmen Sie hier Kontakt auf und machen Sie einen Termin aus, um zu besprechen, wie Sie ein HALO-Investment mit Fonds umsetzen können.